Ich versuche also eine Akkomodationsleistung, eine Erweiterung meiner Struktur zu bewirken. Das ist für mich aber im Augenblick eher schwierig.
Die Folgen sind: Irritation, welche sich in sarkastischen Bemerkungen (siehe oben) äussert, Ärger über als verloren empfundene Zeit.
Ich kann mich einfach nicht des Eindrucks erwehren, dass die Technik wieder einmal über der Didaktik steht - die klassische Technikfalle. Es gibt eine neue Technik, die ist so toll, dass sie schon an sich pädagogisch/andragogisch sinnvoll ist.
Auf der anderen Seite hör ich mich da die Argumente verkünden, welche natürlich immer wieder gegen neue Technologien ins Feld geführt werden.
Als erwac
hsener Teilnehmer versuche ich nun trotzdem Vorteile des Werkzeugs zu finden:- Ich kann essen während der Sitzung
- Ich kann daneben arbeiten, zum Beispiel diesen Blogeintrag schreiben, Mails lesen,
- Ich erfahre, wie es anderen Teilnehmenden gehen wird, wenn sie übers Netz von mir während 60 oder mehr Minuten mit Audio beglückt werden. Das Selbe gilt selbstverständlich auch für Livevorträge.
- Ich erhalte die Gelegenheit mich mit dieser Art von Didaktik auseinander zu setzen.Was mir zum Beispiel nicht einleuchtet, weshalb man mit netucate erklärt, wie ich mein Foto ins Profil hochlade, wenn die Hälfte der Personen das nicht wollen und dann einfach warten müssen. Ich könnte das doch alleine nachschauen. Ich merke, dass ich in Computerkurse der ersten Stunde zurückversetzt werde, wo jemand während einer ganzen Lektion erklärt, wie Word funktioniert - keine Eigenaktivität, keine Individualisierung, keine Interaktion. Für eine Firma, welche sich nur mit der Didaktik dieses Werkzeugs auseinandersetzt, finde ich den Anfang - wie schon geschrieben - enttäuschend.(Vgrl dazu »Selbstgesteuertes Lernen - sechs Fragen, sechs Antworten» H.F. Friederich, S. 16)
Böse gesagt - nicht mit netucate arbeiten.

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