[…]Kognitives Modellieren ist deshalb wichtig, weil motivationale und kognitive Aspekte des Lernprozesses i.d.R. nicht offen beobachtbar sind und auch in herkömmlichen Unterrichtsformen in Schule, Hochschule und Weiterbildung selten direkt angesprochen werden. Durch kognitives Modellieren werden Prozesse «sichtbar» gemacht.[…] (Friedrich; 2005)
Dazu zwei Gedanken
- Eine Eigenschaft von vielen eLearning-Tools ist die Schriftlichkeit, welche es erlaubt Prozesse (Kommunikationsmuster, Denkprozesse - dieses Weblog, etc.) sichtbar zu machen. Diese Eigenschaft kann gezielt genutzt werden.
- Wenn Kursdesign mit Teilnehmenden besprochen, reflektiert wird, ist das allenfalls kognitives Modellieren. Angenommen ja, dann besteht die Gefahr, dass die Grenze, zwischen Rechtfertigung, Erklärung und kognitivem Modellieren verschwimmt. Diese Grenze oder Unschärfe muss im Auge behalten werden, damit der Wert des Modellierens erhalten bleibt bzw. dass es Modellieren bleibt. Wie in vielen anderen Kommunikationssituationen muss genau auf die Ebene geachtet werden (Sachebene, Beziehungsebene, Offenbarungseben und Appellationsebene).

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