Habe ich meine Lerneziele erreicht?
- Termin 6.1.06: Ich habe das Buch von Peter Plantek virtual humans gelesen.
- Termin 3.2.06: Ich habe eine einfache virtuelle Figur hergestellt.
- Ja, sie ist leider von der Form her wirklich einfach geblieben. Ich hätte sie gerne optisch auch noch mehr gestaltet, vieleicht animiert oder mindestens in 3D hergestellt. Aber die Programme im Buch von Peter Plantek sind leider nicht mehr verfügbar. Das hat zur Folge, dass ich mit aufwändigen Programmen wie Poser hätte arbeiten müssen, was zwar spannend gewesen wäre, aber mein Zeitbudget gesprengt hätte. Die sprachliche Programmierung mit AIML, war spannend und hat das Lesen eines weitern Buches bedingt.
- Termin 3.3.06: Ich habe meine Gedanken zu Einsatzmöglichkeiten von virtual humans im Schulbereich auf mindestens einer A4-Seite zusammengefasst oder in einer anderen Form publiziert.
- Ja, auch dieses Ziel habe ich erreichen können und mit der fünfseitigen Zusammenfassung sogar übertroffen.
Ich bin zufrieden, dass ich meine Ziele erreicht und realistisch gesetzt habe. Es war schön, selber ein Thema wählen zu können, das mich interessiert hat. Ich finde es gut, dass ich mir etwas vorgenommen habe, das nicht primär einen Nutzen für mich hat, sondern, dass ich mich von meinem Interesse habe leiten lassen. Dadurch war ich immer gut motiviert. Das Thema ist auch jetzt noch interessant und ich könnte problemlos weiter daran arbeiten.
Problematisch waren für mich die technischen Hürden. Programme, die im Buch beschrieben worden sind, existieren nicht mehr, Alternativen sind zum Teil sehr aufwändig und teuer. Aber ich glaube ich habe einen guten Weg für mich gefunden. Das Thema konnte ich mir gut erschliessen und ich habe einen vertieften Überblick erhalten, sowohl in die technische, wie auch die psychologisch-soziale und gestalterische Seite.
Beim Programmieren bin ich aber auch an meine intellektuellen Grenzen gestossen. Es ist schon lange her, dass ich das gemacht habe und all die Bedingungsformeln sind für meine Begriffe relativ komplex. Ein englisches Manual und die nächtliche Arbeitszeit haben dabei nicht geholfen.
Am meisten hat mir gefallen, mich in die Thematik hineinzubegeben, zu suchen und Neues zu entdecken. Aber auch die Umsetzung hat Spass gemacht, zu sehen, dass etwas entsteht, zum Beispiel dass Ada dazu lernen kann, dass ich mit dem Programmieren Erfolg habe.
Schön wäre jetzt ein bisschen Zeit für den Austausch mit einigen Personen aus der Gruppe f2f bei einem guten Wein, einer Tasse Kaffee. Ich würde den Austausch geniessen, sehen und hören, was sie gemacht haben. Und dabei würde ich geniessen, dass die anderen mir ihr Projekt vorstellen und ich nicht alles übers Netz machen muss.
Die Aufgabe war für mich auf verschiedenen Ebenen sinnvoll.
- Ich habe wieder einmal erfahren, wie ich selbstorganisiert lernen kann.
- Als praktische Umsetzung des Studienbriefs fand ich die Übung wertvoll.
- Die inhaltliche Ebene hat mich sehr interessiert.
- Es war spannend zu sehen, wie viel Zeit ich brauche, um ein einfaches Projektchen umzusetzen. Das weiss ich zwar, aber auch hier, die Eigenerfahrung ist immer wieder gut. Wie oft wird Studierenden viel zu wenig Workload zugesprochen, um Aufgaben zu erledigen.
Mit den gewählten Zielen und der Aufgabenstellung bin ich nach wie vor zufrieden. Ich bin froh, dass ich die Ziele nicht zu anspruchsvoll gewählt habe.
Ich denke, dass ich selbstgesteuert und alleine lernen kann, wenn es die Rahmenbedingungen erfordern. Ich geniesse aber auch den Austausch mit anderen Personen. Termine und Vorgaben sind für mich hilfreich, vor allem als Initialzündung. Der Aufwand alles selber zu strukturieren ist doch recht beträchtlich. Meine gewählte Aufgabenstellung und Ziele sind für selbstgesteuertes Lernen ideal gewesen, da ich für dafür sowieso sehr viel selber hätte machen müssen, auch wenn ich im Team hätte arbeiten können.
Unterstützung durch mein Umfeld war auf inhaltlicher Ebene nicht nötig, wäre zwar schön gewesen. Unterstützung habe ich aber vor allem von meiner Partnerin erhalten, in dem sie mir viel Arbeit zu Hause abnimmt.
Die Zeit hat für das Erreichen der Ziel gereicht. Das Thema ist so weit und für mich immer noch interessant, dass ich problemlos mehr Zeit hätte investieren können. Ich habe mich recht stark an meinen Terminplan gehalten. Belohnungen für erreichte Teilziele habe ich mir keine zugesprochen, das war auch nicht nötig. Das Thema war interessant und der Erfolg beim Erstellen des Chatbots haben als Belohnung genügt.
Nun werde ich aber von Jürg eine schöne Film DVD erhalten, denn das haben wir in unserem Lernvertrag so vereinbart. ;-)