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21.2.07

Ich, als externer Faktor des Leistungsprozesses




Beim Durcharbeiten des Studienbriefs "Bildungsmarketing" habe ich bei mir Zeichen von Widerstand und Unmut festgestellt. Diese haben sich so geäussert, dass ich die Materie anfänglich nur sehr widerwillig aufgenommen habe. Zeichen des Widerstands sind auch die vorherigen Blogeinträge. Ich denke, dass der Widerwillen und der Unmut davon herkommen, dass die Begriffe, welche im Text verwendet werden für mich in diesem Kontext ungewohnt sind. Im pädagogischen Bereich ist es eher verpönt von Menschen als Faktoren zu sprechen, und das, was in der Schule, Uni oder Fachhochschule geschieht, aus der Sicht des Marktes, der Wirtschaft zu benennen.

Das bedeutet nicht, dass es schlecht ist, dies zu tun. All zu oft wird in der Pädagogik oder in der Schule mit schwammigen Begriffen und pseudosozialen Argumenten verschleiert, was wirklich abläuft. Sogar oder besonders die Notengebung ist oft ein völlig undurchsichtiger Prozess, der durch das vermeintlich klare Ergebnis in Form einer Zahl, vorgibt objektiv und gerecht zu sein.

Trotzdem beschleicht mich ein ungutes Gefühl beim Durchlesen des Studienbriefs. Vielleicht deshalb, weil die Marketingsprache diejenige Sprache ist, in welcher in den letzten Jahren leider oft menschenverachtende Massenentlassungen oder Gewinnoptimierungen mitgeteilt worden sind. Eine Sprache, in der versprochen wird Bildung in einem Seminar oder Wordkurs zu lernen, weckt bei mir Misstrauensreflexe.

Nach diesen Erkenntnissen über meine Widerstände, fällt es mir bereits leichter, mich mit dem Inhalt des Briefes auseinander zu setzen und den Wert der Marketingsichtweise zu sehen.

11.1.07

mp3 der Zeit

Das Jing und Jang des Lernens ist eine Kunst. Auf jeden Fall für mich. Und ich bin immer noch am Schrauben und Justieren. Wie viel Kopf- und Computerarbeit verträgt es?
Ich musste letzen Sommer feststellen, dass ich mich viel zu wenig bewege, keine Freunde mehr habe, die Anzahl meiner Kinoabende gegen null gesunken ist und die Konzeptmaps in den Studienbriefen als Ersatz für Museumsbesuche hinhalten müssen.
Eine für mich wirklich gute Gegenmassnahme war die Anschaffung eines Birdys. Ich fahre damit morgens zum Bahnhof, falte es mit 4 Griffen zusammen, hop in die S-Bahn, in Zürich wieder aufgeklappt und ins Büro damit. Am Abend fahre ich mit dem Birdy die 25km nach Hause. Weil ich nicht wesentlich mehr Zeit für die Velofahrt als die Zugfahrt brauche, verbrauche ich keine Extrazeit für Sport, die mir sonst wo fehlen würde.
Als Kinoersatz bin ich auf DVDs umgestiegen, deren Konsum ich als kombinierte Belohnung-Entspannung, als gemeinsame Zeit mit Kindern und/oder Partnerin bzw. kulturelle Aktivität abbuchen kann.
Das Ganze ist eine Miniaturisierung und Verdichtung oder gewissermassen ein mp3-Verfahren für meine verfügbare Zeit.