20.8.06
Betablogger

Google hat nun die Betaversion ihres überarbeiteten Blogangebots als Beta veröffentlicht. Neu kann das Design mit Drag and Drop angepasst werden. Besonders gut ist jedoch, dass die neue Version Kategorien bei den Beiträgen zulässt und es ermöglicht genau zu bestimmen, wer den Blog lesen kann. Die drei Möglichkeiten alle, nur von mir gewählte Personen oder Autor/innen des Blogs stehen zur Verfügung.
Hier ein Link zum Schauen
26.7.06
Traurig
Israelische Kinder schreiben Botschaften auf Bomben, die im Libanon landen.So lautet auf jeden Fall der Kommentar zu dem Bild. Wie auch immer und in welchem Zusammenhang auch immer das Bild entstanden ist - leider ist das schwierig wirklich zu eruieren - die Tatsache, dass diese Kinder Botschaften auf Bomben schreiben, die irgenwo andere Kinder töten, ist sehr traurig.
Ich wollte eigentlich einen ganz anderen Beitrag schreiben, bin aber beim Surfen durch die Blogs bei dem Bild in einem nachdenklichen und ernsten Blog einer emigrierten Iranerin aus Canada hängen geblieben.
Das Bild stammt aus folgender Quelle: http://www.madreseha.com/lobnan/
23.7.06
Schwierigkeiten mit den Gruppenaufgaben
Ich stelle bei mir fest, dass ich verschiedene Schwierigkeiten mit den Gruppenaufgaben habe.1. technische Beschränkungen
Die verwendeten eTools mögen mich immer noch nicht zu überzeugen. Am besten habe ich die Konferenz mit Skype gefunden. Das ist vor allem Axel zu verdanken, der uns darauf hingewiesen und ermuntert hat. Bei allen verwendeten Tools ist der Audiokanal das Problem. Funktioniert dieser schlecht, ist die Kommunikation sehr erschwert. Ich merke dann, dass ich rasch Mühe mit der Konzentration bekomme und mich innerlich ausklinke. Einige Personen haben aber auch einfach wegen technischer Probleme nicht an den gemeinsamen Anlässen teilnehmen können.
2. methodische Unzulänglichkeiten
Wir haben es meiner Meinung nach immer noch nicht geschafft, eine methodisch wirklich gute Lösung für die Gruppenaufgaben zu finden. Das liegt vielleicht auch an der Art der Aufgaben oder an den andern vorher oder nachher beschriebenen Faktoren. Um zu beurteilen, wie gut die Methodik wirklich ist, müsste man sich natürlich zuerst darüber einigen, was das Ziel der Gruppenaufgaben ist.
Klammerbemerkung: Dass dies im Verlauf des Studiums nie wirklich explizit thematisiert worden ist, empfinde ich als einen Mangel. Es geht doch um didaktisches Design, um Ziele, Inhalte. Da liegt es meiner Meinung nach auf der Hand, dass das Design des Kurses und seiner Teile thematisiert wird.
Zielebene 1
Es geht um inhaltliche Fragen aus den Studienbriefen. Der Inhalt soll durch das Lösen der Gruppenaufgaben vertieft und gefestigt werden.
Nimmt man diese Zielvorstellung als Massstab, ist die von uns gewählte Methodik für mich nicht optimal, denn ich muss mich wesentlich weniger mit der Materie auseinandersetzen, als wenn ich die Aufgabe alleine oder zu zweit lösen müsste.
Zielebene 2
Es geht um den Gruppenprozess
Wäre dieser das Ziel der Aufgaben, fehlt ganz eindeutig die Reflexion über den Gruppenprozess. Wir könnten uns als Gruppe zwar freiwillig damit auseinandersetzen, wie ich das jetzt hier tue, aber falls diese Ebene von der Kursleitung aus vorgesehen ist, fehlt mir die aktive Einflussnahme der Tutor/innen.
Zielebene 3
Es geht um die Erfahrung beim Lösen von Gruppenaufgaben mit den von uns verwendeten eTools und Methoden.
Wir machen klar Erfahrungen, diese werden aber nicht reflektiert. Es fehlt auch an konkreten praktischen und vorbildlichen Lösungsmöglichkeiten von Seiten der Kursleitung.
Die Präsentation der Umfragesoftware vor zwei Wochen war aus meiner Sicht leider ein peinliches Negativbeispiel.
Gut finde ich, dass wir verschiedenen Methoden und eTools verwendet und ausprobiert haben.
3. Organisatorische Aspekte, Nutzen - Kosten Analyse
Hier können wir stolz sein. Es ist uns gelungen mit wenig Aufwand und hoher Verbindlichkeit die Aufgaben termingerecht abzuliefern. Bis jetzt wurden sie immer kreditiert.
4. Motivation und Einsatz
Ich stelle bei mir fest, dass ich dann motiviert bin und mich auch einsetze, wenn ich die Hauptverantwortung übernehmen muss. Je grösser die Gruppe wird, je weniger die Moderator/innen ihre Aufgabe wahrnehmen und je länger und langfädiger die Sitzungen werden, desto weniger bin ich beteiligt. Das ist zwar eine ziemlich kindische oder schülerhafte Haltung, die ich da an mir feststellen muss, aber ich falle immer wieder in diese Rolle.
Ich gehe davon aus, dass es den meisten so geht. (Haben wir doch gelernt: optimistic bias oder Man hat die Tendenz zu meinen alle sähen die Welt so, wie man sie selbst sieht.)
Und wenn ich damit recht habe, bedeutet das, dass die Sitzungen zu lange sind und wir andere Formen suchen müssen um die Aufgaben zu lösen. Ausser wir sind mit der Kosten-Nutzen-Analyse zufrieden.
Ich muss jedoch sagen, dass ich selbst mit den Resultaten, die wir liefern, bei meinen Kursteilnehmenden nicht zufrieden wäre.
5. Unverbindlichkeit im Netz
Was ich bei meinen Kursteilnehmer/innen feststelle, gilt auch für mich. Es ist einfacher für mich im Netz Verantwortung abzugeben, eine Mail nicht zu beantworten oder einen Termin verstreichen zu lassen. Es braucht einen hohen Einsatz immer bei der Sache zu sein, wenn ich nur eine von 6 Personen bin, die an einer Aufgabe arbeiten.
6. Alle sind so weit weg
Ich merke, dass ich für eine gute Zusammenarbeit auch auf der sozialen Ebene Kontakt brauche. Wenn ich diesen nicht ab und zu per Skype oder Chat aufrecht erhalten kann, verschwinden die Personen, werden damit immer unwichtiger und sind deshalb für mich schlechte Arbeitspartner/innen oder ich werde für sie ein schlechter Arbeitspartner.
Es wird für mich noch aufwändiger Verantwortung in einer Gruppenaufgabe zu übernehmen, wenn die andern Gruppenmitglieder langsam im virtuellen Raum faden. Wenn der Kontakt, wie jetzt in der Sommerpause praktisch ganz abbricht, empfinde ich das persönlich als schwierig.
7. Art der Aufgabenstellung
Es könnte auch an der Art der Aufgabenstellung liegen, die nicht optimal auf die Voraussetzungen ausgerichtet ist. Ich habe bereits bei der 1. Gruppenaufgabe zu Thema "Bringt das Internet eine Revolution der Lehr- und Lernkultur" meine Zweifel angemeldet und schulde Nadine immer noch eine Antwort auf ihre Replik (sorry aber das schwarze Sommerloch hat alles aufgesogen, ich werde mich aber schon noch mal melden, am liebsten in Skype).
Ich sehe auch bei der aktuellen Gruppenaufgabe nicht, was der Nutzen oder Vorteil der Grossgruppe (für Netzzusammenarbeit sind wir das) gegenüber kleineren Grüppchen von 2 oder 3 Personen sein soll.
Für Gruppenarbeit versus Einzelarbeit würden zum Beispiel die kognitiven Konflikte oder die interpersonalen Wissendifferenzen sprechen, die bei Gruppenarbeiten genutzt werden können.
So wie wir aber aktuell arbeiten, können wir davon kaum profitieren. Wir tragen einfach Einzelbeiträge in einer PowerPoint Präsentation zusammen. Eine kritische Betrachtung von einzelnen Beiträgen findet aus gruppendynamischen und zeitlichen Gründen nicht statt, dies wäre aber wichtig um die oben genannten Stärken von Gruppenarbeiten nutzen zu können. In 2er- oder 3er-Gruppen wäre das eher möglich. Ganz gut habe ich die Arbeit mit Elisabeth in Erinnerung, bei der wir je eine Aufgabe einzeln gelöst haben und uns dann gegenseitig Feedback erteilt haben.
Fazit
Verallgemeinernd könnte ich sagen, dass es bei den Gruppenaufgaben noch Optimierungspotential gibt. Im Sinne von Vygotsky (aber auch einfach so) wäre es interessant zu wissen, welche methodisch-didaktischen Überlegungen dabei von den Tutor/innen gemacht worden sind.
Auf einer selbstreflexiven Ebene kann ich immer etwas lernen, auch wenn die Lernsituation nicht optimal oder sogar schlecht ist. Leider muss ich bei meinem positiven Selbstbild als Lerner gewisse Korrekturen anbringen, was mein Verständnis für Kursteilnehmende vielleicht erhöht.
Reflexion auf der gruppendynamischen oder methodisch-didaktischen Kursebene findet leider institutionalisiert kaum statt, was ich wirklich schade finde.
Wissen und Nichtwissen
Quelle: http://www.allesgold.com/media/images/wolke_big.jpg (Wolke des Nichtwissens)Zitat Helmut Willke (Einführung in das systemische Wissensmanagement, 2004, S. 16):
Das systemische Wissensmanagement hat es mit zwei unterschiedlichen Realitäten zu tun - mit Personen und mit Organisationen. Es geht deshalb immer um zwei Seiten: um das Wissen (und Nichtwissen) von Personen sowie um das Wissen und (Nichtwissen) von Organisationen. Ein brauchbares Wissensmanagement setzt voraus, dass es sich um beide Seiten des Wissens kümmert und nicht nur um eine der beiden Seiten.
Genau hier liegt meiner Erfahrung nach eine der Schwierigkeiten in Organisationen. Ich glaube auch, dass ich bei der Umsetzung meines Projekts, bei dem es um Wissenstransfer an der pädagogischen Hochschule geht, auf diese Probleme stossen werde.
Das Sommerloch entfernt sich
Irgendwie bin ich immer noch nicht so richtig auf Touren gekommen. Aber es besteht doch Hoffnung darauf, dass ich mich langsam aus dem Gravitationsfeld des schwarzen Sommerlochs entferne. Erste Anzeichen sind mein wachsendes Interesse an Theorien über Wissensmanagement. Da war ich doch heute Sonntagmorgen schon früh im See um mich abzukühlen, denn es ist noch immer brütend heiss und feucht. Und als Lektüre habe ich eine Buch von Willke, Einführung in das systemische Wissensmanagement mitgenommen, gelesen und spannend gefunden. Das wäre mir vor einem Jahr kaum passiert.Wie konnte konnte es soweit?
- Wissensmanagement ist wichtig für mein Medienprojekt, das ich selbst gewählt habe.
- Der Text ist gut geschrieben.
- Die Grundlagen zu Lern- und Kommunikationstheorien, welche ich im 1. Semester gelernt haben, werden vertieft und verknüpft, was ich jetzt, da ich die Grundlagen präsent habe, spannend finde.
PS: Das Bild stammt von http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/11/0,4070,2263051-5,00.html
und ist dort Teil eines Films über die Entstehung eines schwarzen Lochs.
21.6.06
Wer ist schuld?
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